
Mein
Mann Julian und ich sind wirklich ein glückliches
Paar. Wir spielen nicht nur heile Welt, sondern wir
sind wirklich rundherum zufrieden. Na, ja sicher, den
einen oder anderen Streit gibt es schon, aber das wäre
ja auch langweilig, wenn dem nicht so wäre. Ich
heiße übrigens Rita. Eines der größten
Streitthemen ist schon seit einer halben Ewigkeit ein
sogenannter "Flotter Dreier". Nicht, dass
ich was dagegen hätte, Julian mal mit einer anderen
Frau zu teilen. Im Gegenteil, ich finde den Gedanken
an eine andere Frau, von ihr verwöhnt zu werden
und sie zu verwöhnen, durchaus reizvoll.
Wenn da nicht MEIN Wunsch wäre, auch einmal einen
Dreier mit einem zweiten Mann zu machen. Das reizt mich
nämlich genauso wie Julian eine zweite Frau. Es
einfach mal von zwei Männern gleichzeitig besorgt
zu bekommen - hm, das wäre schon eine feine Sache.
Aber Julian will nicht. Er würde doch nicht mit
einem anderen Mann bumsen. Er wäre doch kein Homo.
Wenn ich das schon höre! Ich habe ihm tausendmal
zu erklären versucht, dass da ja nun überhaupt
nichts homosexuelles dran wäre. ER müsste
ja schließlich nichts mit dem anderen Mann machen.
Nur ich *lächel*.
In all' den Pornofilmen, die er sich so gerne ansieht,
treiben es fast immer zwei Männer mit einer Frau.
Und die sieht er sich doch schließlich gerne an.
Ich verstehe es einfach nicht und beharre darauf, einen
Dreier mit einer Frau nur dann zu machen, wenn er mir
im Gegenzug auch einen Dreier mit einem Mann gewährt.
Ist doch nur fair, oder nicht?
Nur leider bedarf es dazu einiger Überredungskünste.
Aber ich hatte da eine Idee... Wochenlang telefonierte
ich quer durch die Stadt. Julian wurde schon leicht
nervös, weil ich ständig grübelte oder
still vor mich hin grinste. Ich verfolgte meinen Plan
zielstrebig, aber es war schwerer, alles auf die Beine
zu stellen, als ich gedacht hatte.
An einem Freitag abend lud ich Julian zum Essen ein.
Der Zeitpunkt passte ganz gut, weil ich in der Woche
zuvor eine bescheidene Gehaltserhöhung bekommen
hatte. Ich packte meinen Schatz ins Auto und wir fuhren
nach Düsseldorf. An diesem Abend hatte ich mich
besonders sexy angezogen. Ich trug einen engen langen
Rock aus einem Stretchmaterial, schicke Spangenpumps
und eine gerade noch schicklich durchsichtige Bluse.